Salvatore Percacciolo

Dirigent

Salvatore Percacciolo liebt und lebt die Musik aus verschiedenen Blickwinkeln: als Opern- und Sinfonieorchester-Dirigent und als Pianist in verschiedenen Kammermusikgruppen, deren Repertoire-Fächer vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik gespannt ist. Zuletzt dirigierte er Rossinis Il barbiere di Siviglia am Nationaltheater Mannheim, mit dem er auch die Spielzeit 2021/22 des Teatro Massimo Bellini in Catania eröffnete. Im Vollgutlager in Berlin dirigierte er mit großem Erfolg bei Publikum und Kritik die Uraufführung der Konzertinstallation The World to Come von Birke Bertelsmeier in der Regie von Tilman Hecker zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Er arbeitet mit dem Teatro Lirico Sperimentale Spoleto zusammen, für das er die 75. Opernsaison mit Brittens Die Schändung der Lucretia eröffnet hat und bereits Rossinis Il barbiere di Siviglia in der Regie von Paolo Rossi dirigiert hatte. Mit dem Orchestra Sinfonica Siciliana, bei dem er bereits als Jugenddirigent tätig war, dirigierte er im Teatro Politeama Garibaldi in Palermo De Fallas El Retablo del Maese Pedro mit den Figli d'Arte Cuticchio. Als Salvatore Percacciolo von Lorin Maazel als Assistenzdirigent zum Castleton Festival in Virginia (USA) eingeladen wurde, schlug ihn derselbe Maestro als seinen Ersatz in Mozarts Don Giovanni für das von ihm gegründete und geleitete Festival vor. Für das gleiche Festival dirigierte er Ravels L'Heure Espagnol und die Uraufführung der Oper Scalia/Ginsburg von Derrick Wang. Außerdem dirigierte er Lucia di Lammermoor in der Regie von Denis Krief am Teatro Lirico in Cagliari, La Cenerentola von Rossini am Teatro Greco in Lecce, Don Giovanni am Teatro Bellini in Catania, Tosca und Madama Butterfly beim Puccini-Festival in Torre del Lago und La Bohème am Operntheater von Tirana. Seine Karriere als Operndirigent begann er bei der AsLiCo (Associazione Lirica e Concertistica Italiana), für die er Mozarts La finta semplice und Die Zauberflöte (Opera Domani) dirigierte. Letzere wurde anschließend am Royal Opera House Muscat im Oman wiederaufgenommen. Besonders intensiv war in den letzten Jahren seine sinfonische Tätigkeit mit Orchestern wie La Toscanini in Parma, dem Orchestra Sinfonica Siciliana, dem Orchestra di Padova e del Veneto, dem Orchestra del Teatro Comunale Bologna, dem Orchestra del Teatro Lirico Cagliari und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, in Zusammenarbeit mit den Solisten Roberto Cominati, Francesco D'Orazio, James Galway, Calogero Palermo, Giovanni Sollima und Uto Ughi. Seit 2020 arbeitet er auch mit der Philharmonischen Camerata der Berliner Philharmoniker zusammen. Schon immer hat Salvatore Percacciolo ein besonderes Augenmerk auf Jugendorchester gerichtet und mit diversen von ihnen in Italien, Deutschland, den USA und Brasilien zusammengearbeitet. Als aktiver Förderer von zeitgenössischer Musik und Projekten, bei denen verschiedene Musikstile aufeinandertreffen, hat Salvatore Percacciolo Werke von Nicola Campogrande (Konzert für Publikum und Orchester), Michael Daugherty (Fire and Blood), Paolo Marzocchi (Variazioni inverse), Giovanni Ferrauto (Persistenze di memoria) sowie selten aufgeführte Partituren von Gian Francesco Malipiero (Sinfonia del mare), Ildebrando Pizzetti (Harfenkonzert) und Eliodoro Sollima (Cantata sacra und Cantata profana) dirigiert. Salvatore Percacciolo ist Preisträger des Carlo-Maria-Giulini-Preises der Musikhochschule Fiesole für junge Dirigenten der Europäischen Gemeinschaft. Er studierte Klavier am Konservatorium A. Corelli in Messina, Komposition am Konservatorium A. Scarlatti in Palermo und erwarb einen Master-Abschluss in „Alta Scuola di Direzione d’Orchestra“ am Konservatorium U. Giordano in Foggia. Er war Schüler von Piero Bellugi in Florenz und schloss 2010 sein Studium an der Scuola dell'Opera Italiana in Bologna mit Auszeichnung ab, wo er die Möglichkeit hatte, das Opernrepertoire bei Bruno Bartoletti und Nicola Luisotti zu vertiefen. Später perfektionierte er sein Können bei Jorma Panula in Finnland und Lorin Maazel in den USA.

Kontakt:
Michael Gruber


Für eine vollständige Biografie kontaktieren Sie bitte: